Die Buchenwälder

Beech forest

Die Buchenwälder

Im Juni 2007 stellten sich die Buchenwälder Karpaten in eine Reihe mit dem Baikalsee, dem Niagarawasserfall und den Galapagos-Inseln. Auf 31. Sitzung des UNESCO – Welterbekomitees in Neuseeland wurde dieses europäische Objekt in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Zum Schutzgebiet erklärte man das Gebiet von 158 Kilometern, eine Achse, die von den Rachowsky Bergen in der Ukraine bis zum Vihorlatgebirge und Bukovec-Berg in der Slowakei reicht.

Diese Wälder sind wie aus einem Märchen. Die hohen Baumspitzen ketten sich irgendwo über den Wolken und schaffen eine unübersichtliche Atmosphäre. Das, was man sieht, erinnert an einen Naturtempel, in dem die Buchenkolonnen das Dach-Himmelsrand abstutzen.

Die durchschnittliche Höhe des Waldes ist 30-50 Metern, das Durchschnittsalter der Bäume ist 300-400 Jahre, aber einige sind auch älter. Es gibt eine Version, dass die fantasievoll-mystische Schönheit der slowakischen Wälder Bram Stocker zum Schreiben seines Werkes «Dracula» inspirierte.

Die Buchenwälder der Slowakei

In der Slowakei gibt es vier Wälder, die unter Schutz stehen. Das sind Rožok Naturreservat, Stužica / Bukovské vrchy, Havešová Naturreservat in den Bukower Bergen, die Teil des Nationalparks Poloniny, und Vihorlatské vrchy im Landschaftsschutzgebiet Vihorlat auf dem Gelände der gleichnamigen Berge. Dieses Gelände trägt auch den Status der besonders geschützten.

Die Einzigartigkeit der Buchenwälder in ihrem Ökosystem. Sie begann sich in der Posteisenzeit zu bilden und wurde nie von einem Menschen beeinflusst. Dazu haben schwierige Zugänglichkeit und riesige Entfernung von Siedlungen beigetragen. Die Fachleute versichern, dass vor 2-3 Tausend Jahren solche «Buchen-Dschungel» die Hälfte der Welt bedeckt haben. Doch der Klimawandel und die menschlichen Aktivitäten haben ihr Verschwinden beeinflusst. Die überlebenden Jungbuchenwälder sind jetzt ein Phänomen des gemäßigten Klimagürtels, das sorgfältig untersucht wird.

Die Buchenwälder

Der Ausflug hierher ist eine echte Zeitreise. Kleine Wanderwege führen weit in die Vergangenheit. Hier wurde die Zeit an einer unbekannten Markierung erwischt und es sieht so aus, als hätte hier sich die Zeit gestoppt, um die Schönheit gemächlich zu genießen. Ein Teppich aus Moos, das das Land bedeckt, alte Riesen, die ihr Zeitalter schon überlebt haben, kleine Bergbäche und Stille! Man kann hier ausschließlich auf Wanderwegen wandern, um nichts, was die Natur seit Tausenden von Jahren geschaffen hat, zu schaden.

Pflanzen- und Tierwelt der Buchenwälder

Die Flora und die Fauna der ursprünglich geschaffenen Wälder sind einzigartig. Hier finden Sie viele Endemiten, also, diejenigen, die nur hier wohnen. Hier, ausschließlich in Stämmen toter Buchenbäume, leben, zum Beispiel, die Larven solcher seltenen Käfer wie der Alpenbock (Rosalia alpine) und die rothalsige Leptura (Leptura thoracica).

2015 gab das Münzhaus Kremnica zwei denkwürdige Gedenkmünzen heraus: 10-Euro Silbermünze und 100-Euro Goldmünze. Ihre Averse und Reverse zeigen die Buchenwälder der Slowakei. Auf der Silbermünze kann man den Luchs, der sich in den Stämmen der Buche versteckt, und die Stämme der gestürzten Bäume sehen. Auf der Goldmünze ist ein Alpenbock in der Umgebung von Blättern der Karpaten- Schaumkräuter zu sehen. Auf dem Gelände wachsen auch ein seltener Weißblumenkerl, eine ungarische Sirene, eine Roteibe und eine Waldlilie. Hier leben nicht nur Luchse, sondern auch Bären und sogar Zähne.

Die Buchenjungwälder der Slowakei stehen unter besonderer Kontrolle und Bewachung. Der Mensch kommt ihnen immer näher und bewohnt Gebiete um sie herum. Die Buchenwälder werden im industriellen Maßstab von den Wilddieben geschlagen und die normalen Bewohner lassen den Wald aufs Holz. In der Slowakei werde alles getan, um die ureigene Natur zu erhalten.

 

UNESCO

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