Vlkolínec

Vlkolínec

Die Slowakei hat das Dorf, das zu zahlreichen ethnografischen Museen wurde, unverändert bewahrt. Eine dieser Siedlungen ist Vlkolínec. Das Dorf ist seit 1993 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Vlkolínec ist ein Vorbild für Holzzucht, dessen Merkmale der Siedlungsarchitektur im nördlichen Karpat eigentümlich ist.

Kleiner Exkurs in die Geschichte

Erstmals wird Vlkolínec im Jahre 1376 erwähnt. Die Einwohner bauten Häuser mit der Hilfe in den Bergen gelegenen Waldes. In der Nähe konnte man Lehm sammeln, um die Fugen zu spachteln und die unebenen Mauern auszugleichen. Die Blockhütten wurden normalerweise mit dem Holzdachziegel bedeckt. Neben den Zimmerarbeiten beschäftigten sich die Slowaken mit Viehzucht, Jagd und verschiedenen Handwerken.

Im 14. Jahrhundert gab es nicht so viele Häuser und sie wurden als Teil der Gemeinde der Stadt Rosenberg erwähnt. In den Dokumenten aus dem frühen 17. Jahrhundert handelte es sich um neun Hütten. Der größte Teil des Dorfkomplexes wurde im 19. Jahrhundert gebaut.

Die Zeit hat Vlkolínec wenig betroffen, deswegen ist die ursprüngliche Bauart für den modernen Menschen als Museumsmeisterwerk interessant.

Vlkolínec

Die Lage des Dorfes

Die Erhaltung des individuellen Dorfbildes war durch die Entfernung der Stadt Vlkolínec von den großen Straßen möglich. Das Dorf befindet sich auf der Ostseite der Großen Fatra, 718 Meter über dem Meeresspiegel. Sie wird mit der Felsspitze von Sidorovo versteckt.

Die Bergrücken der Großen Fatra sehen sehr malerisch aus. Hier in den Hacken wachsen Buchen, Fichten, Eiben und manchmal Tannen. Viele seltene Pflanzen und Blumen sind hier auch zu finden. Ausdrucksstark sind die Felswände, die aus Karstgestein gefaltet sind. In der Nähe, im Nationalpark, befindet sich der Wasserpark Bešeňová.

Die Holzhütten haben ziemlich ungewöhnliche Architektur und sehen sehr magnetisch angesichts des Grüns von Wäldern und Feldern aus. Der Name des Dorfes ist mit Wölfen verbunden, die in den Wäldern der Großen Fatra lebten. Es gibt eine Meinung, dass die Übersetzung des Namens des Dorfes aus dem Gelände rund um die malerische Bergspitze stammt.

Vlkolínec

Freilichtmuseum und seine Besonderheiten

Das Dorf Vlkolínec ist eine komplette Rarität, die ein Museum lohnt. In diesem Ort werden Häuser präsentiert, die nicht aus verschiedenen Ecken des Landes stammen, sondern von den Bewohnern im Laufe der vergangenen Jahrhunderte gebaut wurden. In manchen Hütten leben weiterhin diejenigen, die diese schönen Orte nicht verlassen konnten.

Interessant ist auch das Äußere der slowakischen Hütte:

  1. Die Stammholzblöcke sind auf das Fundament aus Berggestein gelegt.
  2. Die spitzigen Giebeldächer sind mit Holzplatten bedeckt.
  3. Die Wände sind weiß gestrichen und von dem Lehm bestrichen. Aus der Ferne fallen ins Auge grüne, blaue, gelbe Wände, die auf gefärbte Fundamente gestellt werden.
  4. Für die Fensterrahmen und Mauerfüße werden die Wände, die der Farben der Häuser kontrastreich sind, ausgewählt.

Die Häuser sind mit Hörnern, Hufeisen, Tierfiguren und Blumentöpfen geschmückt.

Die Hütten stehen auf engen Gassen nebeneinander.

Vlkolínec

In den leerstehenden Hütten des Dorfes Vlkolínec wird der innere Abbau sehr gut bewahrt. Dort befinden sich die Gegenstände des Alltags der Slawen aus den vergangenen Jahrhunderten.

Die Stammholzblöcke im Inneren der Häuser sind weiß gestrichen. Der Holzboden ist nicht gestrichen. In einer Hütte, die in 1886 aufgebaut ist, hat man eine Exposition der altertümlichen Möbel und Geschirr aus dem Liptovský Museum eingerichtet. In einer anderen Hütte werden auch die Attribute des Alltagslebens und der Arbeitsinstrumente exponiert. Die Möbel wurden teilweise mit den Händen der Dorfbewohner hergestellt. Da sind ein Bett und eine Babywiege, ein kräftiger Tisch und Stühle auf den gebogenen Füßen. An den Wänden: Fotos im Rahmen, Stickereien. Hier kann man auch altes Geschirrregal aus verdunkeltem Holz, Löffelständer und Schöpflöffelständer. Hier gibt es auch eine Webereimaschine und auf dem Boden liegen Webteppiche, die von den Dorfmeisterinnen gewirkt sind.

Für den wirtschaftlichen Bedarf nutzten die Leute Holz- und Lehmgeschirr. Sie ist nicht nur in den Scheunen auf den Bänken und Regalen zu sehen, sondern auch in der Nähe des Ofens in den Küchen der Häuser.

Neben Holzhütten werden Wirtschaftsbauten errichtet. Dort hielt man nicht nur Inventar, sondern auch Vieh. Der Boden wurde nicht mit Holz abgedeckt. Er wurde eingeebnet und mit trockenem Lehm bestäubt. In den Scheunen sparte den Raum für das Lagern von Getreide und Gemüse aus. Die Keller in den Häusern standen zur Verfügung nicht. Um die Milch frisch zu halten, wurde sie in den Brunnen gelassen.

Die Museumsbesucher werden sehen, wie sich das Haus im Inneren in 2-3 Räume aufgeteilt ist, wie die Dorfbewohner im Bergland der Slowakei um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert lebten und womit sie sich dann beschäftigten taten.

Originalobjekte der Museumsanlage

Im Zentrum des Dorfes Vlkolínec befindet sich eine Blockaufzugwinde. Mit ihrer Hilfe bekommt man Wasser aus dem Brunnen. Die Bewohner des Dorfes werden auch mit der Hilfe von Spalten entlang der Gassen mit dem Wasser versorgt.

Der seit Jahren verdunkelte Baum versteckt den zweistöckigen Glockenturm, der in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. Daneben steht eine bis jetzt geöffnete Schule. Darin befindet sich die Volkskunstgalerie.

Der einzige Steinbau der Siedlung ist die Kapelle der Gottesfürsorge, deren Gestalt an der Wand neben der Haustür zu sehen ist. In der Nähe der Kirche befindet sich ein Friedhof. Hier gibt es noch zerstörte Grabsteine und Kreuze.

Die Dorfbewohner waren berühmt für die Kunst Figuren aus Holz zu schaffen. Auf den Straßen kann man ausdrucksstarke Skulpturen, die ländliche Kuscheltiere und fröhliche Jungen darstellen, treffen. An der Einfahrt ins Dorf Vlkolínec befindet sich eine Figur der würdevollen slowakischen Frau.

In der Nähe der Häuser finden Sie Läden, wo Sie die Schönheit der Natur genießen können.

Vlkolínec

Interessante Fakten

Zum Museumsarchitekturkomplex Vlkolínec gehören 73 Exponate. Davon sind mehr als 50 Häuser. Es werden sogar solche Relikte wie die Heuscheune, Objekte der Wirtschaftstätigkeit, die sich außerhalb des Dorfes befinden, bewacht.

Als Teil der Stadt Rosenberg befindet sich das Dorf Vlkolínec in einer Entfernung von 6 Kilometern.

Das Dorf gehört zu den zweireihigen Bauten. Von der Mitte des Dorfes geht es 2 Straßen. Eine von zwei zieht sich an die Kirche, die andere führt zum Berg Sidorovo. Die Höhe des Berges ist 1099 m.

Vlkolínec gehört zum Nationalpark von Große Fatra. Wenn man das Dorf verlässt, kann man sich in die Schönheit der Karpaten eintauchen und einzigartige Naturdenkmäler bewundern. Besonders anlockend für die Touristen ist der Eibenwald.

Solche Exponate des Dorfes wie Brunnen, Kirche und Schule sind im Jahre 1860 gebaut.

Der Stil der Kirchenarchitektur vereint Barock und Klassizismus in sich.

In der Museumsanlage finden Folklore-Feste, Meisterklasse in Korbflechten und Weberei statt.

Die Holzzucht des slowakischen Dorfes Vlkolínec lockt mit ihrer Ungewohntheit. Das Freilichtmuseum eröffnet den Besuchern die Lebensgeschichte der Slowaken in den vergangenen Jahrhunderten.

 

Adresse: Vlkolínec, die Slowakei
GPS: N 49°02’20.3″ E 19°16’41.4″

Webseite: https://www.vlkolinec.sk

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